Roadtrip Drakensberge

"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon." - Aurelius Augustinus

Erster Sonnenuntergang am Ziel.
Erster Sonnenuntergang am Ziel.

Ich kann es kaum glauben, dass schon 4 Wochen meines Südafrikaaufenthaltes rum sind! Es waren schon unglaublich gute Erfahrungen, die ich hier gemacht habe und ich genieße jeden einzelnen Tag in diesem Land der Gegensätze. Ein Glück habe ich noch keine schlechten Erfahrungen machen müssen, worüber ich auch sehr dankbar bin!
Nach dem Seminar am Freitag, 02.10, sind wir zu 8t (außer Arne und Kristof) los, in den Urlaub gefahren. Es war ein toller Urlaub und gut, mal so viel Zeit zusammen in der Gruppe zu verbringen, da ich ja sonst die meiste Zeit des Tages unterwegs bin. Das Ziel unserer Reise war das Amphitheatre Backpackers im Norden der Drakensberge und nahe der Grenze zu Lesotho. In Gewisser Weise war auf diesem Roadtrip der Weg das Ziel. Wir hatten 2 Autos gemietet und in diesen sehr viele Stunden verbracht. Es war aber wirklich sehr interessant und toll, so viel von der südafrikanischen Landschaft aus dem Autofenster heraus zu sehen. Die Landschaft wird nach Norden hin sehr viel karger und trockener, genauso wie hügeliger. Die Straßenverhältnisse sind anders als im deutschen Fernverkehr. LKW kann man kaum überholen, es gibt meistens nur 1 Spur auf jeder Straßenseite. Genauso kommt es gut vor, dass man anhalten muss, weil gerade Kühe über die Straße getrieben werden oder einfach so eine Kuh auf der Straße steht. Dafür sieht man aber auch am Straßenrand Dörfer mit Rundhütten, die wirklich afrikanisch aussieht.
Unser Backpackers liegt sehr schön mit Blick auf die Berge. Wir haben in unseren Zelten geschlafen und hatten einen sehr schönen Schlafplatz auf dem großen Zeltplatz, der noch ziemlich leer war. In dem Backpackers kann man dann Küche und Bad benutzen und sich so gut versorgen. Durch einigen Wind ist unsere eine Stange gebrochen, sodass wir einige Male das Zelt von Neuem aufbauen mussten. Jetzt kann ich wirklich schnell Zelte zum Stehen bringen ;-). Ein Highlight war auf jeden Fall ein Hike, also eine Wanderung, die zwischendurch auch eher zur Klettertour wurde, bei der wir das Amphitheatre bestiegen. Dieses war eine geführte Tour, die uns zu einem wunderbaren Ausblick und dem 2t höchsten Wasserfall der Welt (fast 1000 Meter hoch) gebracht hat. Leider waren die Wasserfälle, die uns versprochen wurden, alle ohne Wasser, aber die Tour hat sich trotzdem auf jeden Fall gelohnt! Hin ging es teilweise durch eine Art Schlucht, die nicht begehbar aussah und bei der man wirklich eine halbe Stunde lang klettern musste. Zurück ging es unter anderem 2 cirka 15-20 Meter tiefe Stahlleitern, die wie Strickleitern wahren, herunter… Es war also wirklich sehr adrenalinausschüttend. Am nächsten Tag waren wir im Royal Natal National Park wandern. Diese Wanderung sind wir sehr entspannt angegangen und haben die vielen Pflanzen und guten Wege genossen. Diesmal haben wir auch einen Wasserfall mit Wasser sehen und später auch in einem der Pools, die Teil eines Bergflusses sind, baden können. Eine interessante Begegnung haben Tieneke und ich gemacht, als wir alleine auf einem Felsen Pause gemacht haben und von allen Seiten Affen immer näher kamen, sodass wir schon überlegt haben, wie wir uns am Besten verteidigen können. Letztendlich wurden wir aber doch nicht angegriffen…
Ansonsten sind wir die Rückfahrt entspannt angegangen und haben auf dem Weg überlegt, wo wir in der Nacht schlafen. Eine Nacht haben wir in einem Backpackers direkt am Meer verbracht. Am nächsten Tag sind einige von uns um 5 Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu beobachten, später konnten wir noch Wale und Delfine aus dem Wasser springen sehen! Eine weitere Nacht verbrachten wir in Berlin bei anderen Freiwilligen vom ASC. Es war toll zu sehen, wie sie wohnen, mit ihnen zu reden und auch Freunde der Freiwilligen aus Berlin kennenzulernen.
Wir waren letztendlich aber alle froh, einen Tag früher als ursprünglich geplant, nach Hause zu kommen, denn wir alle haben unser zu Hause und P.E. schon vermisst. Ja, für mich ist diese Stadt und das Poolhaus wirklich zu Hause. Ich fühle mich hier unglaublich wohl und bin froh, hier zu leben.

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