Aus den letzten 2 Wochen

"Gehe in die Welt, um zu erfahren, was Heimat ist."  -Dr. Karl Fröhling

Mittlerweile wird für mich hier alles normaler und alltäglicher. Als ich noch in Deutschland war, konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass ich wirklich mal sagen würde, dass der Alltag eingekehrt ist. Aber mein Leben hier ist eben nicht nur Urlaub, sondern mein Leben.
Ich freue mich jedes Mal, wenn wir morgens im House of Resurrection ankommen, über viele viele Umarmungen und herzliche Begrüßungen.
In der Playschool fühle ich mich noch immer sehr wohl. Die Kinder sind einfach wunderbar! Charly und ich haben festgestellt, dass wir alle wirklich viel von Kindern lernen können.
Ich übernehme immer mehr Verantwortung und die Mädels und Jungs hören auch immer besser auf mich. Das Kuscheln und Spielen kommt aber auch jetzt nicht zu kurz, das möchte ich auch nicht missen.
Im Heim verbringe ich weiterhin die Nachmittage. Dort haben Karo und ich angefangen, Freundschaftsbänder mit den Kindern zu machen, die diese dann zur Weihnachtszeit bekommen werden. Es ist eine wirklich gute Sache, weil wir so mit allen Kindern einmal in Ruhe Zeit verbringen und alle kennenlernen, auch die, die sonst eher weniger offen sind.
Ein erwähnenswertes Ereignis war letzte Woche Donnerstag, als wir bei Continental einen Vortrag über unsere Projekte gehalten haben. Die niedersächsische Delegation ist eine Südafrika Dienstreise angetreten, um den 20. Geburtstag der Partnerschaft zwischen Niedersachsen und dem Eastern Cape zu feiern. Zu dieser Reise gehörten auch ein Besuch der ASC-Projekte in Berlin und East London sowie unser Vortrag. Zuhörer waren Mitarbeiter von Continental sowie deutsche und Südafrikanische Politiker. Es war schön, nochmal aus „offiziellem Munde“ zu hören, wie wichtig und sinnvoll das ist, was wir Freiwilligen hier machen. Zuvor haben wir uns noch mit Brett getroffen und haben alle unsere Einsatzstellen zusammen besucht und jeweils vorgestellt. Auch das war wirklich toll. Es hat Spaß gemacht, unsere Einsatzstelle und unser zweites zu Hause vorzustellen. Darüber hinaus war es gut, endlich mal alle Schulen zu sehen, da ich diese als Einzige noch nicht gesehen hatte. Jede hat ihr ganz eigenes Flair und die Kinder sind unglaublich aufgeschlossen gewesen.
Am Wochenende waren wir auf dem Oktoberfest, es ist ein vom „German Klub“ organisiertes Fest, welches hier ziemlich populär ist. Eine deutsche Band hat die typische Musik gespielt und es war ziemlich witzig, hier in Südafrika ein solches Event zu besuchen. Auch haben wir dort das Halbfinale der Rugby Weltmeisterschaften geguckt, welches von den Springboks leider knapp verloren wurde. Die Stimmung war trotzdem während des Spiels echt gut!
Wie ihr seht, wird es hier nie langweilig und es gibt immer was zu berichten! Bis demnächst, Hanna

Kommentar schreiben

Kommentare: 10