Eine vollgepackte Woche

"Jeder Tag ist voll von Emotionen, Taten und Erfahrungen. Unsere Umstände haben wir nicht in der Hand, aber das, was wir aus dem machen, was uns gegeben ist, liegt bei uns. Stehe auf, lebe den Tag und mache Dinge, die ihn zu einem Tag machen, den du nie vergessen möchtest."

Am World-Aids-Day zünden die Kinder Kerzen an und geben das Licht weiter.
Am World-Aids-Day zünden die Kinder Kerzen an und geben das Licht weiter.

Die vergangene Woche war so vollgepackt von Veranstaltungen und Ereignissen, dass ich schon jetzt darüber berichten möchte.


Am Samstag waren wir in dem Kragga Kama Game Reserve, nur einige Kilometer von unserem Haus entfernt, wo es einige verschiedene Tiere zu sehen gibt. Angefangen beim Zebra über Giraffen, Nashörner, Geparden und viele andere Tiere, von denen wir in Deutschland nie etwas hören. Wir sind mit allen PElern zusammen durch das große Reservat gefahren und waren sowohl von der Landschaft, als auch den Bewohnern dieser fasziniert. Einige Fotos könnt ihr im Album sehen.


Letzten Sonntag war im Haven ein Gottesdienst aufgrund der World-Aids-Days am Dienstag. Der Bischof kam und hat genauso wie Nicolette den Gottesdienst in einem großen Zelt, das im Garten aufgebaut war, gehalten. Es kamen einige Menschen unterschiedlicher Gemeinden aus der Umgebung. Nach dem Gottesdienst gab es noch Essen und Trinken für alle (ca. 150) Gäste. Als der Tag dann vorbei war, waren wir alle glücklich und gechafft, denn das ganze Kochen, Backen, Aufbauen und Aufräumen waren schon echt anstrengend!


Dienstag ging es dann nach einem Tag Ruhe gleich weiter. Heute war wieder im Zelt ein Zusammenkommen, bei dem über das House of Resurrection und die Arbeit der Mitarbeiter erzählt wurde und die Gemeinschaft aufmerksam auf die Bedürfnisse des Heims aufmerksam gemacht wurde. Zum Beispiel wünschen wir uns 2 weitere Cottages, damit die Familien, die momentan in einem Gang im Hauptgebäude ohne eigene Küche und Wohnzimmer leben, auch einen eigenen Platz in familiärerer und privaterer Atmosphäre haben. Dafür werden Spenden von Geld oder Material benötigt. Auch wurde auf die Gefahren von HIV/ Aids aufmerksam gemacht und die Infizierten wurden ermutigt, ihr Leben motiviert weiter zu leben. Hier sind HIV, Diabetes und TB ein sehr präsentes und wichtiges Thema, da es viele Menschen, die mit diesen Krankheiten leben, gibt. Um die ernsten Reden nicht überwiegen zu lassen, führten auch Sänger und Tänzer Etwas auf und auch die Kinder aus dem Haven haben traditionelle Xhosa-Tänze aufgeführt und ebenso wie die Hausmütter sehr schön gesungen. Es gibt einige Lieder, die die Hausmütter und Mitarbeiterinnen oft auch einfach zwischendurch während der Arbeit anstimmen und dann singend und tanzend durch die Gänge tragen, die gute Laune dieser ist echt ansteckend. So war es auch am Dienstag während der spontanen Vorstellung.


Donnerstag waren wir mit bei einer Feier, die in der Nähe von einer Primary School organisiert wurde. Es waren alle Haven-Kinder und einige andere eingeladen. Diese Feier lief ab, wie die meisten, die ich jetzt hier miterlebt habe. Es wurde getanzt, gesungen und später gab es Kuchen, Chips, Süßigkeiten. Es war wieder richtig schön, bei einigen Liedern drehen die Kinder hier einfach so durch, dass es super ist, ihnen dabei zuzusehen.
Freitag haben Karo und ich den ganzen Tag in der Küche verbracht. Wir hatten zuerst Bananenbrot für alle gebacken. Daraufhin haben wir cirka 160 Schokoberge und 160 Haferflockenkekse gebacken, die die Mitarbeiter und Kinder zusammen mit einer Karte als
Weihnachtsgeschenk bekommen. Lustig war, wie skeptisch alle am Anfang waren, als sie die deutsche Art zu Backen sahen. „Waaas, da sind Haferflocken drin? Das geht doch nicht.“ Als dann probiert werden durfte, waren doch alle begeistert. Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht, so lange zu backen und immer wieder Kinder um sich rumschlängeln zu haben, dadurch wird es in 5 Stunden auch nicht langweilig. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für eure Spenden, auch wenn nur ein kleiner Betrag für diese Aktion gebraucht wurde, freue ich mich schon tierisch auf die freudigen Gesichter der Kinder und Mitarbeiter! Ohne eure Unterstützung wäre dies nicht möglich.


Sonntag fahren wir wieder zum Haven, da wir die Kinder mit zu einer Weihnachtsveranstaltung begleiten. Ich freue mich schon!

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