Farbenfrohes Leben, farbenfroher Eingang

Das ist die Wand links vom Tor. Wir wollten hiermit die Partnerschaft zwischen Deutschland und Suedafrika ausdruecken.
Das ist die Wand links vom Tor. Wir wollten hiermit die Partnerschaft zwischen Deutschland und Suedafrika ausdruecken.

Ein über mehrere Wochen andauerndes Projekt von uns war das Bemalen der Eingangsmauer des Haven. Die trist verblichene terracottafarbene Mauer als Begrüßung in ein Kinderheim, in der doch eigentlich eine große farbenfrohe Vielfalt herrscht und wo es nie langweilig wird, passte irgendwie nicht. Also haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir den Charakter des Heimes am Besten für alle sichtbar zum Ausdruck bringen, und dabei auch einen Teil von uns verewigen können.
So haben wir uns dazu entschlossen, Umrisse der Kinder in den von ihnen ausgedachten Posen zu malen. Von jedem Kind sollte außerdem ein Handabdruck die Wand zieren. Auch haben wir uns dafür entschieden, die deutsche und die südafrikanische Flagge zu erstellen und einen ebenso charakteristischen Spruch zu schreiben.
Das Streichen hat uns sehr viel Spaß gebracht, es ist einfach schön, etwas innerhalb kurzer Zeit so anders aussehen zu lassen. Die Umrisse der Kinder zu malen hat sich als etwas komplizierter herausgestellt. Warum? Kinder sind Kinder. Still stehen, während man um sie herum eine Linie zieht, fällt ihnen dann doch seeehr schwer! Es ist doch so interessant zu sehen, wie man selbst gemalt wird und sich dann einfach währenddessen einmal umzudrehen….Auch ist das „Was der hat, will ich auch“-Denken recht fest bei einigen Kindern verankert, sodass es einige Diskussionen darum gab, wer denn wo und wann gemalt würde. Nachdem der Handabdruck gemacht und die Kinder viel Farbe an den Händen hatten, mussten wir ganz schön aufpassen, dass sie diese nicht überall, beispielsweise an ihren Klamotten, verteilen.
Aber dieses sind alles kleinere Probleme gewesen und letztendlich war es richtig schön zu sehen, wie viel Freude die Kinder an der ganzen Aktion hatten, wie sie sich bedankten, dass wir sie gemalt haben, oder sie noch immer sagen: „Guck mal, da bin ich!“. Ich freue mich jedes Mal über die bunte Begrüßung, wenn wir im Heim ankommen.

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