Der Bau eines Trampolins

"Wohltaten werden mit derselben Gesinnung verdankt, mit der sie gegeben sind, und deshalb muss man wohl darauf sehen, wie man gebe." -Lucius Annaeus Seneca

Große Freude über eine neue Beschäftigungsmöglichkeit!
Große Freude über eine neue Beschäftigungsmöglichkeit!

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als Karo und ich vor cirka andertalb Jahren bei unserem ersten Vorbereitungsseminar saßen, uns die ersten Stunden kannten und ganz ganz viele Pläne geschmiedet haben, denn wir hatten sehr viele Ideen, was wir alles mit den Kindern im Haven machen wollen.
Ich kann glücklich und auch ein wenig stolz sagen, dass wir wirklich so gut wie alle und noch viele Pläne mehr, in den vergangenen Monaten umgesetzt haben.
Doch über einen umgesetzten Plan, der eher als Traum benannt werden kann, haben wir uns besonders gefreut- Wir haben ein Trampolin auf das Grundstück „unseres“ Kinderheimes gebaut bzw. bauen lassen.


Das Projekt war im Nachhinein doch anspruchsvoller als erwartet.
Zuerst mussten wir ein Unternehmen finden, das Trampoline liefert, die in den Boden eingebaut werden und somit dauerhaft bestehen und weder wegfliegen, noch umkippen können. Als wir dann endlich einen Anbieter mit dem passenden Angebot gefunden haben, wurde das gute Stück sofort inklusive Lieferung aus dem Norden des Landes nach Port Elizabeth bestellt. Interessant war dann auch die Bezahlung, denn hier in Südafrika kann man keine Überweisungen über Online Banking oder Ähnliches machen, nein, man muss das Geld abheben und dann in bar wieder in den Bankautomaten einzahlen, den Empfänger und die Daten hier angeben. Bis das dann alles herausgefunden und abgeschlossen war, sind wir schon einige Meter für diesen Schritt gegangen.


Endlich, nach einigen Wochen, sind endlich die Einzelteile des Sportgerätes eingetroffen. Nachdem wir einen Lagerplatz für die sehr großen Teile gefunden haben, ging es an die Planung, wie wir nun das Loch in den Garten graben und das Metallgestell bauen können. Glücklicherweise hatten wir eine super gute Unterstützung von den Mitarbeitern, gerade von Christo, der für die Instandhaltung des Grundstückes zuständig ist. Also wurden nach wenigen Tagen einige Bekannte von den Mitarbeitern hier zusammengetrommelt, um ein 95 cm tiefes, 3 Meter breites und 4 Meter langes Loch, besser eine Kuhle zu graben. Auch hier wurde es komplizierter: Der Boden ist steinhart, denn er besteht fast ausschließlich aus....genau, Steinen.

Nun gut, so wurde ein großer Bagger bestellt, ein Loch gegraben, das Metallgestell eingebaut und das Trampolin gespannt.

Endlich waren wir fertig!


Gerade wird noch einmal ein wenig nachgebessert und das Gestell einbetoniert sowie der Boden bzw. die Kuhlenwand stabilisiert, damit die Kinder und Mitarbeiter auch lange was von unserem „Andenken“ haben.
Ich bin wirklich sehr dankbar dafür, dass wir genügend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen haben, um nach all den Ausflügen und anderen Aktionen noch etwas zu bilden, was den Alltag der hier lebenden Menschen wirklich dauerhaft verschönern kann. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken, die mein Projekt finanziell unterstützen und solche Aktionen damit möglich machen. Dankeschön!

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