Der letzte Blogeintrag

Ohne Abschied gibt es kein Wiedersehen. -Anonym

MEMORIES- unsere Abschiedscollage, die wir für den Aufenthaltsraum erstellten
MEMORIES- unsere Abschiedscollage, die wir für den Aufenthaltsraum erstellten

Da bin ich nun wieder zurück.. Zurück in der spätsommerlichen deutschen Sonne, zurück in „meinem“ kleinen, beschaulichen Dörfchen , das an das weite Moor angrenzt, zurück in dem doch so gewohnten und heimatlichen Umfeld, zurück zu Hause.

 

Die Weite der unterschiedlichen Gefühle, die ich momentan empfinde, ist...groß. Euphorie darüber, jetzt meine Zukunft in die Hand zu nehmen und die nächsten Schritte meines Lebens zu planen; Freude darüber, mich wieder frei zu Fuß und mit dem Fahrrad bewegen zu können; Dankbarkeit, meine Familie und Freunde gesund und zufrieden wieder anzutreffen.

 

Doch dann gibt es auch diese Momente, in denen ich einfach wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen und einfach noch einmal mein südafrikanisches Leben leben. Momente, in denen ich das Geschrei, das Gelächter, die Küsse und Umarmungen „meiner“ Kinder, die mir so sehr ans Herz gewachsen sind, vermisse. Momente, in denen ich wünschte, wieder Afrikaans mit den Mitarbeitern reden zu können, stundenlang mit den Müttern im Auto unterwegs zu sein, oder für alle kochen und backen zu können und mir anzuhören, wie viel zu gesund deutsches Essen doch sei.  Und natürlich Momente, in denen ich es vermisse, direkt am Meer zu wohnen und das Meeresrauschen jeden Tag aufnehmen zu können.

 

Trotz dieser Momente weiß ich, dass es jetzt richtig und gut für mich ist, im Leben weiter zu gehen. Es ist für mich sehr interessant, Deutschland aus einem ganz anderen Blickwinkel zu sehen, erstaunt über den Luxus in diesem Land zu sein, überrascht, wie anders ich die Natur, die Städte, das normale Leben nun wahrneme.

 

Obwohl ich nun nicht mehr täglich viele Stunden im House of Resurrection verbringe, wird mir täglich bewusst, dass dieser Freiwilligendienst nicht mit der Rückkehr nach Hause beendet ist. Viele Male werde ich die unterschiedlichsten Fragen zu meinem Leben auf der anderen Seite der Erde gefragt. Je nach Situation berichte ich von ganz verschiedenen Erinnerungen und kann so interessante Erfahrungen teilen. Es ist ein sehr gutes Gefühl, ein großes Interesse an Südafrika und meiner Arbeit zu spüren.

 

Des Weiteren habe ich auch noch immer ein Projekt am Laufen: Ich organisiere gerade einen Backofen mit Herd für die große Küche in dem Heim, damit immer gut gekocht und dabei auch an Strom und Gas gespart werden kann. Ermöglicht habt Ihr dieses, wie auch viele aufregende Ausflüge, Bastelaktionen und den Bau des Trampolins mit euren Spenden. In diesem Sinne möchte ich mich noch einmal ganz ganz herzlich für eure Unterstützung, euer Interesse und eure guten Wünsche danken! Ohne euch wäre vieles nicht möglich gewesen. Dankeschön!

 

Die Fotos sind absichtlich nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern ganz bunt gemischt.

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